Diese Rubrik wird als
Mothers Finest Weblog fortgesetzt.
Das
war ja nicht mein erster Besuch auf dem Oktoberfest,
aber diese Jahr war ich ganz allein und ohne Mutti dort.
Natürlich habe ich gehofft in einem der Zelt diese
Izzy im Dirndl wiederzusehen, aber daraus wurde leider
nicht. Wen ich getroffen habe waren zwei Damen im Zelt, die
wenig zimperlich mit ihrem Dirndl umgingen und zu
fortgeschrittener Stunde aus verständlichen Gründen anfingen
zu frieren, so daß ich sie ganz Gentleman, nach Hause
begleiten mußte.
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All
das wäre nicht passiert, wenn Mutti mich nicht losgeschickt
hätte um Brötchen für ihr Frühstück zu holen. Dann wäre ich
bestimmt nicht morgens um acht auf der Straße gewesen, hätte
Fräulein Eve in ihrem Negligé nicht beim Reinholen der
Zeitung getroffen und hätte ihr auch ganz sicher nicht
versprochen auf dem Weg für sie etwas mit zu bringen.
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Nachdem
der Bäcker jetzt endlich selig unter der Erde ist, bleiben mir
nicht nur die Erinnerungen an eine Menge attraktiver Frauen,
die sich umziehen, sondern auch die Erkenntnis, daß Friedhöfe
voller erotischer Bilder stecken. Es ist ja nicht nur die
Witwe in Strapse, die gleich neben einem steht und die Phantasie
beflügelt, sondern auch die vielen interessanten Plastiken,
meist unbekannter Künstler, die den Friedhof mit reichlich wohlgeformten
Alabasterbrüsten bestücken.
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Tante
Veronika in allen Ehren aber dieses Buch vom
Jakobsweg war echt langweilig. Also habe ich mich entschlossen
eine Buchhandlung aufzusuchen und das Buch zu tauschen. Und
die
Buchhändlerin war wirklich nett. Wir kamen aus gewichtigen
Gründen recht bald auf ihre Figur zu sprechen und als ich ihr
erzählte, wie meine Mutter ihre Figur in Form brachte, empfahl
sie mir das Buch "Vom Mieder zum Dessous". Das war weitaus interessanter
als diese Reisebeschreibung.
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Eigentlich
ist ja nicht üblich, daß Mutti mir etwas zum neuen Jahr schenkt.
Doch diesmal war die Ausnahme. Mutti hat mir ein Kochbuch über
die indische Küche geschenkt. Wohl, weil ich in letzter Zeit
jedes Mal wenn wir zusammen ausgegangen sind, das indische Restaurant
vorgeschlagen habe, das einzige bei uns im Viertel. Also habe
wir gleich in der ersten Woche des neuen Jahres einen indischen
Abend mit Mutti und Frau Stevenson veranstalten müssen.
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Gut,
Weihnachten ist endlich vorbei und ich muß nicht mehr mit Mutti
vor dem Weihnachtsbaum hocken und andächtig tun. Gestern hatte
ich die dankbare Aufgabe, den ganzen Weihnachtsklimbim zu entsorgen,
beziehungsweise für den nächsten Alptraum zu verstauen. Dabei
habe ich glücklicherweise auf dem Dachboden ein altes Fotoalbum
entdeckt. Da drin fanden sich ein paar Schwarz-weiß Bilder von
Jilly King, die wohl in den Sechzigern bei uns zu Haus den
Weihnachtsengel zur Bescherung gespielt hat.
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Gestern
abend war wieder einmal Fernsehabend mit Mutti. Es hat einiges
an Überredungskunst gebraucht, Mutti dazu zu bewegen sich für
Master and Commander zu entscheiden. Aber immerhin. Von
dem flotten Russel Crowe war Mutti dann auch irgendwann begeistert.
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